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Der nachdenkliche Traum

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Es war einmal ein Traum, der gern geträumt werden wollte. Der Traum war sich sicher, dass er ein schöner Traum war. Und nicht einer dieser Art Träume, die einen mitten in der Nacht hochschrecken und nicht wieder einschlafen lassen.  Er wusste, dass er warm war und weich. Ein Traum, bei dem man lächelt, wenn man erwacht. An den man den ganzen Tag zurückdenkt. Der Traum war sich noch nicht sicher, in welchen müden, schlafenden Kopf er sich kuscheln würde. In den Kopf eines schlafenden Kindes? Ein Kind, das am nächsten Morgen hüpfend in den Kindergarten kommt und seinen Freunden von seinem Traum erzählt. Was träumt ein Kind? Vielleicht von einer Wolke aus Zuckerwatte oder von einem großen Luftballon, mit dem das Kind die Stadt von oben betrachten kann. Oder in den Kopf eines schlafenden Mannes? Ein Mann, der im Traum die Möglichkeit hat, etwas zu bekommen, was er sich schon lange wünscht. Egal, ob von materiellem oder mentalem Wert. Wovon träumt ein Mann? Der Traum wollte, das...

Das Geheimnis des Seerosenteiches

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Du gibst das Geheimnis deiner Seerosen nicht preis und dein Anblick lässt mich zu allen Zeiten am Tag und in der Nacht staunen. Du verzauberst mich in der Früh, wenn dich das zarte Licht der Morgensonne in sanfte Farben taucht. Deine Seerosen sind verschlossen und behalten  ihr Geheimnis noch für sich, mit welcher Farbe sie mich später am Tag erfreuen. Die Stille, die dich am Morgen umgibt, umhüllt nun auch mich und ich atme die frische Morgenluft ein. Am Tag scheinen die Seerosen zart und leicht auf dir zu schweben. Der Kontrast der weißen Seerosen zu den dunkelgrünen Blättern kann schöner nicht sein. Weiß und Grün - ich mag es sehr.  Fische stoßen behutsam an die Stängel deiner Seerosen und lassen sie erzittern. Libellen umsäuseln dich leise. Es ist Leben in und auf dir. Am Abend, wenn der Tag geht und die Nacht bereits wartet, schließen sich deine Seerosen. Langsam und leise verstecken sich die zarten Blütenblätter im dicken Grün. Keine Farben mehr. Ganz ruhig und glat...

Tanz der Schneeflocken über der Stadt

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An einem kalten Samstagmorgen strahlt die Wintersonne über der Kleinstadt. Der Himmel ist so blau, dass der alte Mann, der mit seiner kleinen Enkelin und seinem Hund spazieren geht, stehen bleibt und hinauf in den Himmel schaut. Die Kleine schaut ebenfalls in den Himmel und dann zu ihrem Opa. Dieser blickt einen Augenblick später zu ihr hinab und erklärt ihr, dass Himmelblau das schönste Blau ist. Helene, die ebenfalls unterwegs ist, bleibt kurz stehen, atmet die kalte Luft ein und denkt an die Worte der alten Dame in der Nachbarschaft, die schon Tage vorher weiß, wann es schneien wird. Diese besteht darauf, dass die Luft dann nach Schnee riecht und daher Schneeluft heißt. Helene schließt die Augen und versucht den Duft der Winterluft wahrzunehmen. Zwei Häuser weiter spielen drei Kinder, die in Helenes Kindergarten von ihr betreut werden, miteinander und schauen sich ein Buch an. Ein Buch über die Titanic und die Macht der Eisberge. Sicher lag das Buch unter dem Weihnachtsb...

Helenes Weihnachten der Vergangenheit

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Nachdem Helene an diesem Nachmittag ihren Kindern von Früher erzählt, mit ihnen Weihnachtsplätzchen gegessen und die gemeinsame Zeit genossen hat, liegen die Knirpse inzwischen in ihren Betten. Auch Helene kommt nun zur Ruhe. Morgen ist Heiligabend und es ist soweit alles vorbereitet. Die Reise in ihre Vergangenheit hat in Helene viele Erinnerungen wach werden lassen. Sie hat Ada und Albert erzählt wie es war, als sie noch ein Kind war. Dass sie Samstags zur Schule gehen musste. Kein Handy, kein Internet. Und wie die Familie den Heiligabend erlebte. Es gab eine Zeit, in der Deutschland geteilt war. Die Mauer zog sich von Norden nach Süden und teilte das Land in Ost und West. Helene und ihre Schwester Valerie erlebten ihre Kindheit in einem kleinen Dorf in Brandenburg. Ihre Kindheit war unbeschwert und sie verbrachten die Ferien, Ostern, Weihnachten, den Jahreswechsel und viele Wochenenden bei den Großeltern. Diese hatten ein großes Haus und einen noch größeren Garten. Helen...

Vom Piratenkönig und der Einhornkönigin - ein Märchen für Erwachsene

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Es war einmal vor langer Zeit, da lebte ein Piratenkönig auf seinem Schiff " WILD SHELL". Er war auf allen Meeren zu Hause und wurde von allen Seefahrern gefürchtet. Sein erbeuteter Schatz war von unüberschaubarem Wert, doch sein Herz war leer. Es ging die Sage von einer Einhornkönigin um und auch er hörte davon. Der Reichtum im Lande der Einhornkönigin war dem Piratenkönig  bekannt und er wollte diesen unbedingt für sich. Doch niemand kannte das Reich der Einhornkönigin und so blieb es für die Seefahrer eben nur eine Sage. Der Piratenkönig kannte alle  Meere und er ahnte, dass nur dort das Reich der Einhornkönigin sein konnte, wo das Mondlicht und die Sonnenstrahlen gleichzeitig das Meer berühren. Er brachte ausreichend Vorräte auf seine "WILD SHELL" und stach in See. Er steuerte sein Schiff in Richtung Sonnenuntergang und hielt Ausschau nach der Insel, wenn der Abend in die Nacht überging. Nach einigen Wochen auf See hatte er das Reich der Einhornköngin ...

Die Suche nach dem richtigen Weihnachtsbaum - eine Kindergeschichte

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Jedes  Jahr kurz vor Weihnachten fuhren Anita und Dorchen mit den Eltern in den Wald. Dort trafen sie sich mit den Großeltern und anderen Verwandten,  um sich die passenden Weihnachtsbäume auszusuchen.  Wie in jedem Jahr mussten sich Anita und Dorchen nach zwei Weihnachtsbäumen umsehen, einen für sich, Mama und Papa und einen für die Oma. Der Baum für Oma sollte nicht sehr groß aber gut gewachsen sein. Nach einiger Zeit des Suchens hatten  Mama und Papa einen Baum gefunden. Es war eine wunderschöne Rotfichte und sie duftete herrlich nach Wald.  Während der Papa die Axt holte und die Mama den Baum festhielt, gingen Anita und Dorchen weiter in den Wald  hinein. Es war kalt und die Mädchen waren mit ihren warmen Sachen, den Handschuhen, Mützen und Schals gut vor der Kälte geschützt. Aus Anitas Mütze guckten die roten Zöpfe heraus und bei Dorchen blonde Zöpfe. Mit ihren roten Nasen sahen sie aus wie Zwillinge. Die Mädchen bemerkten nicht, dass s...

Ein Weihnachtsmärchen für Frauen

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Der Sommer in diesem Jahr war warm, so wie Helene es mochte und er schien kein Ende nehmen zu wollen. Dadurch kam es ihr vor, als hätte der Herbst erst begonnen. Doch ein Blick auf den Kalender verriet ihr, dass die Weihnachtszeit kurz bevor stand. Die Frau, die ihr im Vorbeigehen aus dem Spiegel an der Garderobe entgegenblickte, sah müde aus. Das lange rote Haar war zu einem lockeren Zopf zusammengebunden und die grünen Augen hatten Schatten unter den Wimpern. Ada und Albert, ihre neunjährigen Zwillinge, hatten erst vor zwei Wochen Geburtstag. Das erschwerte die Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken. Auf Julian konnte sie nicht zählen, er machte täglich Überstunden im Büro. Das Projekt, an dem er mit seinen Kollegen arbeitete, musste zum Jahresende fertig sein. Als Ada und Albert ein paar Tage später abends in ihren Bettchen lagen und sie die Küche aufgeräumt hatte, kuschelte sich Helene mit ihrer weichen Lieblingsdecke auf das Sofa. Sie notierte alles Wichtige, wora...

Einmal eine Wolke sein ....

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Wenn ich eine Wolke wäre, wie fühlte sich das an? Wäre ich leicht und weiß? Oder wäre ich eine dicke schwarze Regenwolke? Würde ich friedlich schweben? Kinder animieren in mir Wolkenbilder zu sehen?  Die ersten Frühblüher sanft mit meinen Tropfen besprühen? An heißen Tagen Schatten spenden und den Durst der Pflanzen und Tiere stillen? Würde ich im Herbst gemeinsam mit dem Wind die bunten Blätter vor uns her treiben? Und wie wäre ich im Winter? Wäre ich eine dicke schwere Wolke, die nach Schnee duftet, nach der die Kinder sich sehnen, weil ich die Schneeflocken mitbringe, die dann tanzend zur Erde fallen?  Wie würde ich mein Dorf von oben sehen? Wie sich meine Elbe durch das Auenland schlängelt? Wäre ich allein oder mit anderen Wolken am Himmel zu sehen? Wäre ich in einer lautlosen Stille? Oder würde ich wohl bis hinauf das fröhliche Kinderlachen meiner Zwerge hören?  Ich denke, ich wäre gern eine Wolke, die von jedem etwas mit sich bringt. Leicht, behu...

Ein Klassentreffen, das für sie nicht stattfindet

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Seit Wochen hat es kaum geregnet. Und wenn ein paar Tropfen fielen, war dies für die Natur ohne große Wirkung. Die grüne Elbaue wird langsam braun und auf den Elbwiesen ist es kaum noch möglich, barfuß zu gehen. Trocken und hart sind die Wiesen und Wege. Der Sandweg ist rissig und sie bleibt mit dem Absatz ihrer Sandalette stecken. Das steigert ihren Unmut noch mehr. Die Tränen hinterlassen durch die Wimperntusche kleine schwarze Bäche auf ihren Wangen und ihre Lippen schmecken salzig. Sie haben wieder einmal gestritten, weil sie nicht rechtzeitig fertig geworden war. Er ist dann ohne sie vorgefahren. Sie hat sich auf ihr Fahrrad gesetzt, um ihm zum Klassentreffen nachzufahren. Unterwegs ist jedoch die Kette von ihrem Fahrrad gerissen und sie ist gestürzt. Das rechte Knie ist aufgeschlagen und die rechte Schulter tut ihr weh. Missmutig schiebt sie ihr Fahrrad neben sich her. Sie ist unsicher, ob sie zurücklaufen oder das Rad noch bis zum Gasthaus schieben soll. Die Wut in ih...

Lachen, Sonnenuntergang und die Elbe

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Der Anruf kam überraschend. Wir Fünf wollten uns schon lange wieder einmal zu einem Mädelsabend treffen. Doch Irgendeine von uns hatte immer etwas Wichtigeres vor. Endlich haben wir einen gemeinsamen Termin gefunden und ich freue mich auf den heutigen Abend. Wir treffen uns am Bootsanleger und ich winke schon von Weitem. Es ist schön, sie alle wiederzusehen. Unterschiedlicher können wir fünf Frauen kaum sein -  unsere Freundschaft begleitet uns schon viele Jahre. Das Fahrgastschiff liegt schon am Steg und wir gehen lachend und plappernd an Bord. Wir haben uns so viel zu erzählen. Mit dem Wetter haben wir Glück, die Sonne streichelt uns und wir sitzen an Deck. Meine Sonnencreme macht zwischen uns die Runde und wandert von einer Hand zur anderen. Nach einer Weile duften wir alle nach Sommer. Als die Fahrt beginnt, erinnere ich mich daran, wie ich früher als Kind mit meinen Großeltern auf der Havel mit dem Dampfer unterwegs war. Die Elbaue zieht nun links und rechts an u...

Erinnerungen einer alten Dame, eine Geschichte mit Bildern

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Sie ist zurückgekehrt, zurück für einen Moment an den Ort, an dem sie als Kind viele Monate verbracht hat. Heute ist sie eine alte Frau und ihre Enkeltochter begleitet sie auf dieser Reise. Am Rand des Ortes, unweit der Ostsee, befindet sich das alte Kinderheim. Die Gebäude sind nach all den Jahren dem Verfall preisgegeben. Im Hauptgebäude muss einst ein Feuer ausgebrochen sein. Der Dachstuhl auf der linken Dachseite ragt verkohlt in den Himmel. D ie große halbrunde Terrasse ist noch immer  umrahmt von dem alten hüfthohen Geländer, doch überall wächst das Unkraut zwischen den Sandsteinen hervor. Im Seitenflügel, in dem einst die Waschräume untergebracht waren, sind die Fenster zerborsten und in der löchrigen Dachrinne wächst ein junger, zarter Baum und etwas  Gras.  In dem riesigen verwilderten Garten steht ein kleineres Haus aus roten Klinkersteinen. Sie erinnert sich daran, dass sie sich als Kinder davor gefürchtet  und es das Hexenhaus genann...

Szenen eines Sommers

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                                      Längere Zeit schon ist es warm und trocken. Die ersten Büsche lassen ihre Zweige traurig hängen. Die Vögel kommen bis zum Gartenteich um zu trinken. Selbst die Nachbarskatze hat sich an diesen Anblick gewöhnt und setzt nicht mehr zum Sprung an. Sie liegt faul in der Sonne und lässt sich durch nichts dabei stören. Von Weitem grollen die ersten Donner heran. Ich schaue in den Himmel und sehe dunkle Wolken aufziehen. Der erlösende Regen setzt ein. Nach einer halben Stunde ist der Durst der trockenen Erde gestillt und die Wassertropfen glitzern auf den zarten Rosenblättern in der Sonne. Es ist ein lauer Sommerabend. Als die Kerze auf dem Gartentisch später im Windlicht flackert, atme ich die saubere Luft,  lächle zufrieden und  denke an den Tag zurück.                      ...

Geräusche der Nacht

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Kurz bevor die Sommersonne am Dabruner Riss untergeht, legt sich eine herrliche Stille über die Natur ringsum. Es ist, als ob die Geräusche des Tages müde geworden sind und nun einschlafen. Wenn der Abend später in die Nacht übergeht, ist es ganz still und fast dunkel. Das Mondlicht lässt nur die Umrisse der Bäume erahnen. Als ich erwache, lausche ich in die Nacht. Da die Tage sehr heiß sind und sich die Nächte auch kaum abkühlen, haben wir alle Türen und Fenster geöffnet. Was hat mich geweckt? Zuerst höre ich ein Käuzchen rufen. Später nehme ich etwas wahr,  dass ich nicht richtig beschreiben kann. Die Schreie dieses Tieres klingen wie eine Mischung aus dem Bellen eines Hundes und dem Schrei eines Menschen. Ich kann noch nicht einmal sagen, ob das ein Vogel war. Später erschrecke ich, als durch einen Windstoß wieder etliche Eicheln von einem Baum auf das Dach des Bungalows nebenan fallen. Am Tag habe ich über dieses trommelnde Geräusch noch gelacht. In...

Nebelschwaden im Herbst

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Als ich hinter den Bäumen freie Sicht auf die, in den Nebel getauchte Lichtung erhasche, erfüllt mich ein wunderschönes Gefühl. Es ist friedlich und warm. Die Zeit im Herbst, wenn die Nebel alles Laute verschlingen und später die letzten Blätter wie Farbtupfer im Sonnenlicht strahlen, ist eine sehnsuchtsvolle Zeit. Denn bis zum nächsten Sommer ist es noch lang. Aus dem Nebel tauchen wieder lautlos die drei Rehe auf. Wie friedlich sie dort auf der Lichtung stehen und sich vom Gras sättigen. Als gäbe es kein Gestern und kein Morgen. Als wäre die Zeit einfach stehen geblieben .... PS: Für Carles

Die Geschichte vom Bauern, der seine Ruhe wollte, eine zänkische Frau hatte und Hühner, die er verstand

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Es lebte einst auf einem Bauernhof im Auenland ein Bauer mit seiner Frau. Im Laufe der Jahre sprach der Bauer immer weniger und die Frau immer mehr. Schon morgens, wenn der Bauer noch schlief, plapperte seine Frau mit noch geschlossenen Augen auf ihn ein und hörte erst am späten Abend wieder auf, wenn sie einschlief. So kam es, dass der Bauer immer mehr Zeit bei seinen Tieren verbrachte. Die blökten und schnatterten zwar auch, aber nicht so viel. An einem Samstag fuhr der Bauer weg und kam mit einem Schwung neuer Hühner zurück. Im Auto war es schön ruhig, nur die leise Musik dudelte im Autoradio. Die Hühner waren auffallend still und beobachteten den alten Mann. Der Bauer, der extra langsam fuhr, weil ihn seine Frau bereits mit dem Abendessen erwartete, fand das sehr merkwürdig.  Später sperrte er die neuen Hühner zu denen, die schon bei ihm auf dem Hof lebten. Er fütterte alle Tiere und ging ins Haus. Nach dem Abendessen legte er sich zeitig in sein Bett und schlief neb...

Eine kleine Spätsommergeschichte für Kinder

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Der Sommer war warm und der kleine Albert hatte sich daher angewöhnt, bei offenem Fenster zu schlafen. Jeden Abend bekam er von seiner Mama eine Gute - Nacht - Geschichte vorgelesen. Am liebsten hörte er selbst ausgedachte Fantasiegeschichten. Die Mama kuschelte sich dann zu ihm ans Bettchen und gemeinsam träumten sie sich in die Welt der Zauberer, Trolle und Dinosaurier. An diesem Wochenende sollte die Uhr von der Sommerzeit zurückgestellt werden und der Papa hatte am Abend gemeint, dass die Eltern und der kleine Albert eine Stunde länger schlafen können.  Doch Albert war wie immer zeitig wach. Er hatte sich die weiche Bettdecke über die Schultern gezogen, denn morgens war es bereits kühl im Kinderzimmer. Albert überlegte, ob er zu Mama und Papa ins grosse Bett gehen oder mit seinen Dinos spielen soll. Ein Rascheln vor dem Fenster ließ in hellhörig werden. Da! Schon wieder raschelte etwas durch das Laub. Angestrengt lauschte Albert den Geräuschen und hörte zusätz...

Stille am Schwanensee

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Der alte Elbarm liegt verschlafen in der Morgensonne. Er ist knapp einen Kilometer lang und ca. hundert Meter breit. An seiner tiefsten Stelle kann ich nicht mehr stehen. Fast lautlos gleitet das Ruderboot durch die spiegelglatte Wasseroberfläche. Die Ruder erzeugen ein leises Plätschern, wenn sie in das Wasser tauchen. Ab und zu bekomme ich ein paar Spritzer ab, sie kühlen und erfrischen mich für einen Moment .  Seit Tagen liegen die Temperaturen über dreißig Grad. Der alte Elbarm ist leicht bogenförmig in die Elbaue eingebettet. Das Wasser ist klar und warm. Wenn ich eine "Wasserratte" wäre, würde ich schon nebenher schwimmen. Aber so genieße ich die Fahrt. Der leichte Wind streichelt sacht meine Haut und erzeugt ein angenehmes Gefühl.  Als das Boot um den langgezogenen Bogen auf die östliche Spitze zugleitet, erblicke ich unzählige Schwäne. An die sechzig Tiere schwimmen in der Stille des Morgens über das Wasser. Es ist ein traumhafter Anblick. Plötzlich  ersc...