Herzliche Ostervorbereitungen bei Familie Trautzsch
"Was ist denn mit dir los? Du wirst mir doch nicht krank, so kurz vor Ostern!", witzelte die rüstige Rentnerin. Doch dem Osterhasen war nicht zum Lachen. Missmutig starrte er aus dem Küchenfenster. Er blies von nahem seine Ausatemluft gegen die kalte Glasscheibe und malte mit einer Pfote ein Herz in die entstandene feuchte Wolke.
"Du bist verliebt!", polterte es aus Edeltraut Trautzsch heraus. Der Osterhase schwieg. "Sag was!", forderte sie ihn auf. "Es ist nicht so einfach", flüsterte der Osterhase. "Ich kenne sie auch noch nicht lange".
"Und deine Hasenfrau?", fragte Edeltraut sichtlich ergriffen. "Die ist weg! Der war das viele Eierfärben und der ganze Stress um Ostern zu viel". "Ach Osterhase! Und nun? Färbst du dieses Jahr dann gar keine Eier? Wann stellst du mir deine Freundin vor? Und was wird aus Ostern?", mit jeder Frage wurde Edeltrauts Stimme leiser, der das ganze Ausmaß bewusst wurde.
Wieder atmete der Osterhase tief ein und aus. Plötzlich leuchteten seine Augen. "Da ist sie!", freute er sich. Edeltraut sah aus dem Fenster und erblickte einen Fuchs.
"Aber, aber, das geht nicht! Osterhase ....!", raunte sie ihm zu. Doch der war schon an der Tür und stürmte hinaus. Kurz darauf waren beide verschwunden. "Na, das kann ja heiter werden. Da fällt wohl Ostern dieses Jahr aus!".
Edeltraut seufzte. Dann schrieb sie eine Einkaufsliste für Herbert, eine To do Liste für sich selbst, holte danach die leeren Glasflaschen aus dem Geschirrspüler und setzte ihren überall bekannten Eierlikör an. Ihr Sohn Robert, der kurz zuvor angerufen hatte, würde mit seiner Frau und den Enkeln bereits am Karfreitag zu Besuch kommen. Edeltraut musste sich sputen, das Gästezimmer vorzubereiten. Es gab also genug zu tun!
Als sie gedankenverloren wieder aus dem Fenster sah, holte sie tief Luft. "Huuhuuuuuuu, Frau Tautzsch," rief der Osterhase, der auf seiner angebeteten Fuchsdame angeritten kam. Bepackt mit unzähligen Eierkartons links und rechts, winkte er Edeltraut zu. "Wie viele Osternester brauchst du, Frau Trautzsch? Und brachst du sonst noch etwas?", fragte er. Dann hüpfte der Osterhase von seiner Fuchsdame, die Frau Trautzsch freundlich grüsste. Edeltraut überlegte - Herbert, Robert, dessen Frau und die drei Kinder, und dann noch die Zwillinge der Nachbarn. Also acht! Acht Nester; und noch so viel zu tun!
"Und stell dir vor, Frau Edeltraut. Mein Fuchsmädchen hat gesagt, dass sie mir hilft, all die vielen Eier für das Osterfest zu färben. Ist das nicht toll? Können wir das hier bei euch in deiner Küche machen?".
Als Herbert Trautzsch an diesem Tag von seinem Mittagsschlaf erwachte, glaubte er seinen Ohren und seinen Augen kaum zu trauen. Während er sich gähnend streckte, und in seine Pantoffeln schlüpfte, vernahm er die glockenhelle Stimme seiner Edeltraut, die "Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii" zur Musik im Radio mitsang. Dann sah er erschrocken einen Fuchs, der mit seinem buschigen Schwanz durch alle Gläser in der Glasvitrine wedelte. Das Haus blitzte, nirgends war mehr ein Staubkorn zu sehen. Edeltraut entfernte mit einem Lappen letzte Spuren des Eierlikörs an den abgefüllten Flaschen, und am Küchentisch saß der Osterhase, der eben noch dem Fuchs eine Kusshand zugeworfen hatte, und bemalte grinsend unzählige buntgefärbte Eier. Herr Trautzsch, der gern eine Tasse Kaffee trinken würde, rieb sich die Augen.
"Herbertchen, da bist du ja. Hast du gut geschlafen? Du kannst gleich zum Supermarkt starten, die Einkaufsliste liegt im Flur auf dem Schränkchen unter dem Spiegel. Zum Bäcker musst du auch noch. Und die Kinder kommen übrigens schon morgen", hörte er. Herbert Trautzsch, der sich nicht sicher war, ob er noch träumte, zog seine Jacke an, nahm die Autoschlüssel und die Einkaufsliste. Plötzlich sehnte er sich zurück in sein Bett. Oder noch besser, zu seiner Trompetensammlung in die Garage.
Als Herbert Trautzsch an diesem Tag von seinem Mittagsschlaf erwachte, glaubte er seinen Ohren und seinen Augen kaum zu trauen. Während er sich gähnend streckte, und in seine Pantoffeln schlüpfte, vernahm er die glockenhelle Stimme seiner Edeltraut, die "Ich war noch niemals in New York, ich war noch niemals auf Hawaii" zur Musik im Radio mitsang. Dann sah er erschrocken einen Fuchs, der mit seinem buschigen Schwanz durch alle Gläser in der Glasvitrine wedelte. Das Haus blitzte, nirgends war mehr ein Staubkorn zu sehen. Edeltraut entfernte mit einem Lappen letzte Spuren des Eierlikörs an den abgefüllten Flaschen, und am Küchentisch saß der Osterhase, der eben noch dem Fuchs eine Kusshand zugeworfen hatte, und bemalte grinsend unzählige buntgefärbte Eier. Herr Trautzsch, der gern eine Tasse Kaffee trinken würde, rieb sich die Augen.
"Herbertchen, da bist du ja. Hast du gut geschlafen? Du kannst gleich zum Supermarkt starten, die Einkaufsliste liegt im Flur auf dem Schränkchen unter dem Spiegel. Zum Bäcker musst du auch noch. Und die Kinder kommen übrigens schon morgen", hörte er. Herbert Trautzsch, der sich nicht sicher war, ob er noch träumte, zog seine Jacke an, nahm die Autoschlüssel und die Einkaufsliste. Plötzlich sehnte er sich zurück in sein Bett. Oder noch besser, zu seiner Trompetensammlung in die Garage.
Ende

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