Der Rouladendieb
Als der noch junge Fuchs an diesem Wintermorgen erwachte, spürte er ein mächtiges Magenknurren. Er streckte sich und gähnte. In dem alten Holzschuppen hatte er es sich gemütlich gemacht. Hier war es warm und trocken. Als Bett diente ihm ein weiches, rotkariertes Hemd eines Bauern, das er im letzten Herbst von dessen Wäscheleine gemopst hatte. Während er seine spitze Nase ins Freie hielt und nach Futter witterte, bemerkte er, dass alles anders anfühlte, als noch am Tag zuvor. Die Luft roch nicht mehr gleich und es war ganz still. Lediglich das Geschnatter einiger Wildgänse war zu hören. Der Fuchs schaute zu ihnen hinauf. 'Eine Gans käme mir grad recht!', dachte er, leckte sich die Schnute und wollte sich auf die Suche machen. Doch was war das? Schnell zog er seine rechte Pfote zurück, die soeben den kalten Schnee berührt hatte. Der junge Fuchs kannte noch keinen Schnee. Doch seine Neugier war genauso groß wie sein Hunger. Vorsichtig setzte er erneut seine Pfote in den Schnee, d...